DIE PARTY (La Prune) – Stream

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Beschreibung

Wir schreiben den 18. Juni 19**, Étienne Pignon sitzt an diesem erstaunlich heißen Nachmittag, für seine Verhältnisse ungewöhnlich aufrecht, an der Stirnseite einer langen, üppig gedeckten Tafel am Ufer eines Sees und grinst wie eine Fettbemme.
Als kleiner Junge hatte er geglaubt mit 50 Jahren wäre man uralt und weise. Was für ein Trugschluss. Die Wahrheit ist wohl eher: Man bleibt ewig jung und ahnungslos, während der Körper in sich zusammenfällt und langsam verschrumpelt, wie ein zu hastig zusammengeknoteter Luftballon, aus dem peu a peu die Luft entweicht.
„Wir hatten doch 14Uhr gesagt, oder?“ fragt der deutschstämmige Étienne Pignon seine Frau Poupette, als er um 14:01 auf die Uhr schaut und noch keiner der eingeladenen Gäste erschienen ist. Als seine 7 Gratulant:innen dann endlich doch nach und nach eintrudeln, ist sich der Jubilar plötzlich gar nicht mehr so sicher, ob er das Datum der Feier nicht vielleicht doch hätte lieber für sich behalten sollen.

Regiekommentar
»Nach ihrem wilden Straßenbahn-Ritt Richtung Italowestern der 60er und 70er Jahre knöpft sich das Team von „Tram – Wasch Dir vorm Sterben nochmal die Hände“ nun den (synchronisierten) französischen Sonntagsfilm der späten 70er/frühen 80er Jahre vor.
DIE PARTY (La Prune) ist eine 50-minütige, komplett crowdfunding finanzierte Filmkomödie, gedreht an 5 Montagen in Stolzenhagen und einem Freitag im Prenzlauer Berg. Beim Dreh wurde kein O-Ton verwendet und der Film anschließend komplett im Sound Of Snow-Studio von Tommi Schneefuß liebevoll nachvertont, um eine möglichst authentische 80er Jahre Synchro-Spielfim-Atmosphäre zu schaffen. Hier waren also richtige Geräuschemacher (Bruiteurs) am Werk.
DIE PARTY (La Prune) ist eine Art „La Boum mit 50-jährigen“, ein dadaistisches Kammerspiel am See, irgendwo zwischen Claude Chabrol, Betrand Blier, Jean Girault, Helge Schneider, Monty Pythons und einem Spitzer Ray Harryhausen.
Eine Hommage an die herzerfrischend beknackten französischen Filme, die uns Anfang der 80er Jahre die gnadenlos kurzen Fernseh-Wochenenden vergoldet haben.«